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3 Comments

  1. 1

    SvenRohark

    Wir haben gute Ansätze in der Medizin, ich will da nicht alles schlecht reden. 10.000 € je verabreichter Hormoninfusion in der Krebstherapie oder 300.000 € je Krebsbehandlung ist vielversprechend, und das natürlich wie bei jeder anderen Behandlung völlig unabhängig vom Heilerfolg, selbst wenn der Patient stirbt. Schauen Sie einmal in die anderen Branchen, Autowerkstatt usw. Wer kann da schon eine Rechnung schreiben, obwohl das Auto immer noch defekt ist? Auch dass wir 90 % der Krankenkassenbeiträge in den letzten 2 Lebensjahren aus dem Patienten regenerieren, geht ökonomisch in die richtige Richtung.
    450 Milliarden Euro Umsatz in Deutschland, 14 Millionen Operationen im Jahr bei 80 Millionen Einwohnern, sind aber eine Schande für uns und unsere Aktionäre. Wir brauchen Wachstum und keine Stagnation! Auch dass wir nicht an allen Impfungen ähnliche Umsätze erzielen wie mit der Gebärmutterhalskrebsimpfung (450 €) ist enttäuschend. Vor allem auch ist es untragbar, dass es hier einige Abtrünnige unter den Kollegen gibt, die von dieser und auch anderen Impfungen wegen der Nebenwirkungen und fehlendem Wirkungsnachweis abraten.
    Wir geben reichlich Bonuszahlungen, für alles Mögliche, auch bei den Chemotherapien. Umsatz soll sich lohnen. Je mehr Patienten ein Arzt für die Behandlung gewinnt, desto mehr soll er das auch im Geldbeutel merken. Zweitporsche, Jacht, Champagner, Schmuck, Marmorbadezimmer Thailandurlaub in Puket, … er soll im Bordell nicht auf den Cent achten müssen. Trotzdem gibt es hier noch gute Möglichkeiten der Steigerung.
    Man kann es nicht oft genug wiederholen – das hat ja jeder im Studium schon mitbekommen – es geht nicht um Gesundheit oder Nächstenliebe in der Medizin, sondern darum, wie wir höchstmögliche Umsätze erzielen, wie wir einen guten Fahrplan entwerfen, um finanziell am meisten vom Patienten zu profitieren. Das haben wir Ihnen anhand der medizinischen Leitlinie vorgegeben. Was hier die Kollengen in guter Zusammenarbeit mit der Pharmaindustrie leisten, ist Weltklasse. Da darf man wirklich mal ein Lob aussprechen. Selbst bei Morbus Crohn setzen wir auf frühzeitige Operation und Medikamente die Krebs erzeugen. Was soll ich denn mit Studien und Therapien, wo alle Teilnehmer durch eine Ernährungsveränderung Vollremission erreichten? So ein Unsinn bringt doch keinen Umsatz!
    Selbst wenn in noch so vielen Studien gezeigt wird, dass auch Krebsdiäten, etwa in Form von Weizengrassaft, dem Patienten helfen und die Anwendung empfohlen wird, was soll ich mit solchen Therapien? Wir haben nicht die Möglichkeit den Weltmarktpreis von Weizen auf 2000 Euro das Kilo zu erhöhen. Das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg (DKFZ) mit seinen 3000 Mitarbeitern leisten hier seit Jahrzehnten hervorragende Arbeit, jede Forschung in diesem Bereich im Keim zu ersticken und die Bevölkerung dementsprechend zu informieren. Wissenschaft in Deutschland die kommerziell unakzeptabele Therapien erforscht, darf in diesem Land keine Existenzberechtigung haben. Wer das nicht begreift, hat keinen Anspruch auf Forschungsgelder, solchen Spinnern gehört der Geldhahn vollständig zugedreht, sie gehören diskreditiert und mundtot geschlagen. Das war schon immer unser Prinzip und das soll auch so bleiben.
    Dass die Heilindustrie weiter expandiert, dafür tragen wir, jeder Einzelne von uns, jeden Tag Verantwortung. 500 oder 600 Milliarden Euro Umsatz sind erreichbar. Wir haben immerhin die Zwangsbehandlung bei älteren Menschen auch in der Krebstherapie erreicht. Das sind kleine Hoffnungsschimmer die in die richtige Richtung gehen. Aber warum haben Eltern noch Rechte, über Impfungen, Medikamenteneinnahme oder Operationen ihrer Kinder zu entscheiden? So etwas ist verantwortungslos, nicht nur gegenüber unseren Aktionären, sondern ist auch negativ für unsere persönliche finanzielle Bilanz. Wir müssen unser Bestes geben, um uns und unsere Aktionäre zufriedenzustellen. Jede Pille, jede Spritze, jede Operation, jede Ultraschalluntersuchung, MRT usw. zählt. Was gibt es Schöneres als wenn ein Mensch im Krankenhausbett oder auf dem Operationstisch stirbt und er uns bis zum letzten Atemzug tausende Euro bringt? Das ist der Geruch von Geld, liebe Freunde und Kollegen. Nur das zählt. Nur das ist Erfolg. ❤️

    Beste Grüße
    Sven Rohark
    Autor für Ernährungsmedizin

    Leitlinie der Alternativen Krebsbehandlung 2018

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    1. 1.1

      Alpenschau

      Wir haben lange überlegt, ob wir diesen Kommentar freischalten. Jedoch soll er gerne zur Diskussion anregen. Herzlichen Gruß aus den Alpen vom Team der Alpenschau.

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